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Urlaubsplanung: mit dem E-Auto ins Ausland

Die Urlaubssaison beginnt. Wer mit einem E-Auto ins Ausland fahren will, braucht vor allem eines: eine gute Vorbereitung. Denn von Land zu Land unterscheiden sich die Lademöglichkeiten, Ladekarten-Anbieter sowie die Vorteile, die E-Autofahrende in einzelnen Ländern genießen.

Unverzichtbar für Auslandreisen sind spezielle Apps und Routenplaner für Elektrofahrzeuge. Diese informieren über verfügbare Ladestationen entlang der Route, geben Auskunft über Ladeanschlüsse, Bezahlmöglichkeiten und melden Störungen an Ladesäulen entlang der Route. Das Angebot an Apps ist groß: Goingelectric.de, A Better Routeplaner (Web-App) und Chargemap sind nur drei Beispiele.

Auch über die Lademöglichkeiten am Urlaubsort sollten sich Reisende vorab informieren. Mittlerweile verfügen immer mehr Hotelketten, Ferienhäuser oder Campingplätze über eigene Ladestationen oder Wallboxen. Einige Onlinebuchungsportale bieten an, gezielt nach Unterkünften mit Lademöglichkeiten zu suchen.

Bei Fahrten ins Ausland sollten E-Autofahrende immer Ladekarten und Lade-Apps unterschiedlicher Roaming-Anbieter dabeihaben. Kommt es zu Problemen bei der Freischaltung einer Ladesäule, haben Reisende so noch eine Alternative in der Hinterhand. Denn spontanes Laden und Bezahlen ist im Ausland nicht immer möglich oder kompliziert. Eventuell lohnt sich sogar die Anmeldung bei einem ausländischen Anbieter, auch preislich.

Im europäischen Ausland funktioniert die Freischaltung der Ladesäule im öffentlichen Bereich in der Regel wie in Deutschland:
-    über die Ladekarte des Ladesäulen-Betreibers, E-Roaming-Anbieters oder Automobil-Herstellers
-    Smartphone-App des jeweiligen Anbieters (ersetzt die Ladekarte)
-    QR-Code an der Ladesäule
-    SMS (nur eingeschränkt möglich). Dieser Dienst muss vorab beim Mobilfunkbetreiber freigeschaltet werden. Bezahlt wird dann über Prepaid-Guthaben oder den Mobilfunkbetrag

Ladeinfrastruktur und Ladekosten variieren
Die Dichte der Ladestationen ist in Europa noch sehr ungleich verteilt.  Ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Ladestationen haben etwa die Niederlande, Norwegen, Schweden, Belgien und Österreich. Noch zu wenig Ladepunkte finden sich dagegen in Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen und Rumänien. Zudem können die Preise von Land zu Land sehr unterschiedlich sein.
Unter Umständen rechnet es sich, auf der Urlaubsroute eine kostenlose Ladesäule anzusteuern. Diese finden sich hie und da an Parkplätzen von Supermärkten oder Einkaufszentren. Aber auch hier ist eine App oder Karte zur Freischaltung notwendig. Und die Ladepunkte könnten in Ferienzeiten stark frequentiert sein.
Wer im Notfall eine mobile Ladeeinrichtung (Mobile Charger) anschließen möchte, sollte darauf achten, nur leistungsfähige Starkstromsteckdosen zu benutzen, die die Dauerbelastung des Ladevorgangs vertragen.

Apropos Stecker: In Europa gibt es dank einer EU-Verordnung einheitliche Steckertypen. Typ 2 für Wechselspannungs-Ladesäulen (AC) und/oder Schnellladesäulen, die mit Gleichspannung (DC) arbeiten (Steckertypen CCS oder CHAdeMo). Apps und Routenplaner für E-Autos geben Auskunft darüber, welche Steckertypen an den jeweiligen Ladesäulen zu finden sind.

Vorteile für E-Autofahrende
In einigen Ländern genießen Elektrofahrzeuge bestimmte Privilegien und Vergünstigungen. So sind etwa in Italien E-Fahrzeuge von der City-Maut befreit und haben freie Fahrt in den verkehrsberuhigten Zonen (ZTL). Für Letztere muss das Autokennzeichen vorab an die zuständige Stelle der Gemeinde gesendet werden. Einige Hotels übernehmen dies für ihre Gäste. Auch in London zahlen E-Fahrzeuge keine City-Maut (congestion charge) und fallen nicht unter die Beschränkungen der Umweltzone (Ultra Low Emission Zone). In Norwegen erhalten Touristen mit ihrem E-Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen, Fähren und mautpflichtigen Autobahnen einen Rabatt von mindestens 50 Prozent (gilt auch in Irland). In Österreich sind vollelektrische Fahrzeuge von den Umwelt-Tempolimits auf Autobahnen ausgenommen. Anstatt 100 darf mit 130 Stundenkilometern gefahren werden. In Lettland, Polen sowie mancherorts auch in Dänemark und Norwegen dürfen Elektrofahrzeuge die Busspur benutzen.

Wenn der Akku leer ist
Wer mit einem leeren Akku stehen bleibt, dem hilft eventuell der Autohersteller kostenfrei aus der Patsche – auch im Ausland. Denn bei einigen Herstellern gilt die Neuwagen- oder Mobilitätsgarantie auch bei leerem Akku. Andernfalls kann ein Kfz-Schutzbrief von Nutzen sein. Je nach Vertrag trägt der Versicherer die Kosten für das Abschleppen bis zur nächsten Ladestation. Es kann aber auch teuer werden, wenn man mit einem leeren Akku auf der Autobahn stehen bleibt. Denn in einigen Ländern wird dies als unzulässiges Halten gewertet, das ein Bußgeld nach sich zieht.

Quelle und mehr Infos: www.evz.de