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Wie entwickeln sich die Neuwagenpreise?

Neuwagenpreise in Deutschland steigen überproportional zum Einkommen – Betriebskosten sogar noch deutlich stärker. Das ergab eine Auswertung der Zeitschrift Auto Motor und Sport.

Beim GLE 350e wirken sich zwei Faktoren deutlich auf den Kaufpreis aus: Er ist elektrifiziert und ein SUV.

Beim GLE 350e wirken sich zwei Faktoren deutlich auf den Kaufpreis aus: Er ist elektrifiziert und ein SUV.

Für einen Neuwagen müssen Deutsche immer länger arbeiten: Die Neuwagenpreise sind in den vergangenen 20 Jahren etwa doppelt so stark gestiegen wie das Einkommen. Das ergibt eine Auswertung der Zeitschrift Auto Motor und Sport. Heute muss ein Beschäftigter rund 17 Monate volles Gehalt für einen Neuwagen ausgeben, 1994 waren es 14 Monate. Allerdings wächst für sparsame Kunden die Zahl der Alternativen zum Kauf eines fabrikneuen Wagens. Die Hersteller reagieren auf diese Entwicklung mit nicht mit einer Preissenkung. Stattdessen erhöhen sie die Listenpreise und gewähren dafür höhere Rabatte.

Welche Faktoren beeinflussen die Neuwagenpreise?

Wichtigster Grund für die steigenden Durchschnittspreise ist in den Augen von Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research (CAR), der sich wandelnde Modellmix. So haben in den vergangenen Jahrzehnten vor allem der steigende Diesel- und SUV-Anteil für höhere Preise gesorgt. In den vergangenen Jahren kamen die vergleichsweise teuren E-Autos dazu. „Der absolute Neuwagenpreis spielt aber für die Käufer eine immer unwichtigere Rolle“, so Dudenhöffer. Leasing und 3-Wege-Finanzierungen machten heute gut zwei Drittel der privaten Neuwagenzulassungen aus, dazu kämen die immer beliebteren Abo-Modelle. Nicht der absolute Preis, sondern die monatliche Rate, werde immer stärker zum Kundenkriterium.

Trend zum Gebrauchtwagen

Zudem sorgen die höheren Preise für eine Verschiebung des Privatkundenmarktes in Richtung Gebrauchtwagen. Wurde 1995 noch jeder zweite neue Pkw privat gekauft, ist es mittlerweile nur noch jeder dritte. Wem ein Neuwagen zu teuer ist, der wählt heute einen jungen Gebrauchten oder einen Leasingrückläufer. Laut DAT haben Markenhändler allein in den vergangenen fünf Jahren rund 800.000 potenzielle Neuwagenkunden an den Gebrauchtwagenmarkt verloren. Gleichzeitig ist die Zahl der Dienstwagenberechtigten gestiegen, sodass es einen stetigen Nachschub an relativ neuwertigen Gebrauchten gibt. (SP-X)