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Macht müde Männer munter


Der Sekundenschlaf beim Autofahren


Der Sekundenschlaf beim Autofahren ist eine der häufigsten Unfallursachen. Müdigkeitssensoren erkennen jedoch die ersten Anzeichen von Schläfrigkeit und warnen den Autofahrer, bevor er einnickt und die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert.

 

Die Augen brennen, die Lidschläge werden häufiger, die Pupillen verengen sich. Schließlich setzt das erste Gähnen ein. Der Sekundenschlaf droht, die Augen fallen für einige Augenblicke zu. Am Steuer eines Autos kann das fatale Folgen haben, denn bei Tempo 100 fährt der Wagen dann 28 Meter im Blindflug. Nicht ohne Grund sind Thanatos – der Tod – und Hypnos – der Schlaf – in der griechischen Mythologie Brüder. Gegen das Problem der Übermüdung entwickeln die Autohersteller Assistenzsysteme, die den schleichenden Aufmerksamkeitsverlust erkennen.Ganz auf den Fahrer fokussiert ist beispielsweise der Gesichtsfeldmonitor im Toyota Lexus LS. Der Sensor ermittelt mit einer Infrarotkamera, die auf der Lenk-säule eingebaut ist, die Kopfposition und -haltung des Fahrers und damit auch seinen Blickwinkel. Das System warnt automatisch, wenn der Fahrer sein Gesicht für längere Zeit von der Straße abwendet und gleichzeitig der Sensor ein Hindernis vor dem Fahrzeug erfasst. Reagiert der Fahrer nicht auf die akustische Warnung, aktiviert das System kurzzeitig die Bremsen, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen.

 

Bewegungsanalyse

Das System Driver Alert Control (DAC) von Volvo verfolgt einen ande-ren Ansatz. Es analysiert die Bewegungen des Fahrzeugs und erkennt, ob der Fahrer beispielsweise Schlangenlinien fährt. DAC besteht aus einer Kamera, verschiedenen Sensoren und einem elektronischen Steuergerät. Die zwischen Frontscheibe und Innenspiegel montierte Kamera überwacht kontinuierlich den Abstand zu den Fahrbahnmarkierungen, während die Sensoren die Bewegungen des Fahrzeugs kontrollieren. Das Steuergerät sammelt und vergleicht die Informationen. Droht der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, wird er akustisch gewarnt. Zusätzlich erscheinen im Informationsdisplay eine Textmeldung und das Symbol einer Kaffeetasse, die ihm eine Erholungspause nahe legen. Darüber hinaus zeigt der Bordcomputer dem Fahrer an, wie fit er ist: Fünf Balken stehen für einen frischen Fahrer, ein Balken ermahnt zu einer baldigen Pause. Ein erhöhtes Einschlafrisiko besteht beispielsweise auf langen, geradeaus führenden Straßen. Ab einem Tempo von 65 Kilometern pro Stunde schaltet sich das DAC-System automatisch ein und bleibt so lange aktiv, bis die Geschwindigkeit wieder unter 60 Kilometer pro Stunde sinkt.DAC hilft nicht nur bei Müdigkeit, sondern auch wenn äußere Einflüsse, wie ein Mobiltelefon oder mitfahrende Kinder, den Fahrer ablenken. Teil des DAC-Pakets ist das Lane Departure Warning-System, das reagiert, sobald der Wagen über die Fahrbahnmarkierungen fährt. Seit Anfang 2008 ist DAC optional in den Volvo-Modellen S80, V70 und XC70 erhältlich.

 

Ganzheitlicher Ansatz

Mercedes setzt in der E-Klasse seit Frühjahr 2009 ein neues System ein, das noch einen Schritt weiter geht: der Attention Assist. Er beobachtet sowohl den Fahrer, das Fahrzeug als auch die äußeren Bedingungen. Der Attention Assist wertet eine ganze Reihe von Indikatoren aus – insgesamt über 70 verschiedene Parameter. So will er den fließenden Übergang vom Wachzustand zur Müdigkeit erkennen – kein leichtes Unterfangen.Im Zentrum der Dauerüberwachung steht das Lenkverhalten: Ein Lenkwinkelsensor misst die Bewegungen am Lenkrad. Wache Fahrer korrigieren ständig – mit kleinen, fast unmerklichen Bewe-gungen. Müde Fahrer hingegen lenken kurzzeitig gar nicht und nehmen dann plötzlich abrupte Korrekturen vor. Die entsprechenden Messkurven unterschei-den sich also deutlich.Der Attention Assist berücksichtigt auch das individuelle Fahrverhalten: Er registriert bei jeder Fahrt die Lenkmuster des Fahrers und ermittelt so in den ers-ten Minuten ein individuelles Fahrerprofil. Wann und ob ein Fahrer gewarnt wird, hängt nicht zuletzt auch vom Fahrertyp ab: Die einen sind von Haus aus eher ruhige Lenker, während andere verhältnismäßig hektisch lenken.Der Attention Assist ist bei Geschwindigkeiten zwischen 80 und 180 Kilometern pro Stunde aktiviert. Er erfasst neben den Fahrer- und Lenkwerten auch Daten wie die Tageszeit, Fahrtdau-er, Geschwindigkeit sowie die Längs- und Querbeschleunigung. Außerdem berücksichtigt das Assistenzsystem den Blinker und den Pedaldruck sowie die Bedie-nung von Radio, Telefon oder Navigationsgerät. Darüber hinaus registriert der Attention Assist äußere Einflüsse, die das Lenkverhalten beeinflussen können, beispielsweise Seitenwind oder Fahrbahnunebenheiten.Diese Daten werden regelmäßig mit dem Fahrerprofil abgeglichen. Bei Hinweisen auf Übermüdung oder einer auffälligen Änderung des Lenkverhaltens ertönt zum einen ein akustisches Warnsignal. Zum anderen erscheint auf dem Kombiinstrument ein optischer Hinweis in Form einer Kaffetasse.

 

Sekundenschlaf vorbeugen

Bis jetzt sind Müdigkeitssensoren vor allem noch in Wagen der Oberklasse zu finden. Dennoch kann man auch ohne Assistenzsystem dem Sekundenschlaf zu-vorkommen, wenn man beim Fahren beispielsweise regelmäßig Pausen einlegt – spätestens alle zwei Stunden – und sich kurz die Füße vertritt. Vorsicht ist bei Fahren unter Medikamenteneinfluss geboten, zahlreiche Medikamente vermindern die Konzentrationsfähigkeit und machen müde. Generell sollte man nicht länger als zehn Stunden inklusive Pausen hinterm Steuer sitzen. In der zweiten Nachthälfte besteht ein erhöhtes Müdigkeitsrisiko, die menschliche Leistungsfähigkeit erreicht zu dieser Zeit ihren Tiefpunkt.



 

Geschrieben von: Mobile24-Shop am 16.11.2010   |  Wertung  

 

 

     

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