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Tipps & Tricks
Ein Auto ist eine kostspielige Angelegenheit. Laut EU-Kommission entfallen auf Reparaturen schätzungs-weise 40 Prozent der Gesamtkosten der Fahrzeughaltung. Der Wechsel von einer Markenwerkstatt zu einem günstigeren freien Betrieb kann sich also lohnen. Doch was ist mit Garantie und Sachmängelhaftung?

Werkstatt ist nicht gleich Werkstatt. Von Service und Know-how einmal abgesehen – die Preisunterschiede sind beachtlich. Die Zeitschrift „stern“ machte den Test und holte acht Angebote für die Reparatur eines verbeulten Kotflügels ein. Zwischen dem teuersten Kostenvoranschlag und dem günstigsten Angebot lagen mehr als 1.500 Euro. Die beiden Vertragswerkstätten im Test waren auch die teuersten – mit Abstand.

 

Das bestätigt, dass freie Werkstätten in puncto Preis die Nase vorn haben. Doch viele Autofahrer zögern, ihren Wagen in eine markenungebundene Werkstatt zu bringen. Kennen die sich aus mit meiner Automarke? Und bei Neuwagen: Bleiben Garantie und Sachmängelhaftung bestehen? Dabei sind diese Sorgen meist unbegründet.

 

Freie Fahrt in freie Werkstätten

Zunächst einmal zum Unterschied: Die sogenannte Sachmängelhaftung (früher Gewährleistung) ist gesetzlich vorgeschrieben und besteht beim Neuwagenkauf zwei Jahre lang, beim Gebrauchtwagenkauf vom Händler ein Jahr. Geht beispielsweise der Motor oder der elektrische Fensterheber in dieser Zeit kaputt, zahlt der Verkäufer. Nicht unter die Sachmängelhaftung fallen Verschleißteile wie Bremsbeläge.

 

Über die gesetzliche Sachmängelhaftung hinaus gewähren einige Hersteller eine sogenannte Garantie. Ford bietet zum Beispiel bis zu zwölf Jahre Garantie gegen Durchrosten von Karosserieteilen. VW bietet eine an die Sachmängelhaftung anschließende Garantie, die bis zu fünf Jahre nach dem Autokauf bestehen bleibt und nahezu alle mechanischen und elektrischen Teile umfasst – solange die vom Hersteller vorgegebenen Wartungs- und Inspektionsintervalle eingehalten werden.

 

Und hier liegt der Knackpunkt. Solange die freie Werkstatt die aktuellen Wartungspläne und die modellspezifischen Inspektionspläne der Hersteller verwendet, bleiben Sachmängelhaftsungs- und Garantieansprüche bestehen. Dazu gehört zum Beispiel, nur das vom Hersteller vorgeschriebene Öl zu verwenden, Wechselintervalle für Verschleißteile einzuhalten und bestimmte Einstellungsparameter zu befolgen. Damit freie Werkstätten das leisten können, müssen die Hersteller alle relevanten Informationen bereitstellen. Reparaturen innerhalb der Sachmängelhaftungsfrist und des Garantiezeitraums dürfen von der Werkstatt nur mit Original-Markenersatzteilen durchgeführt werden – also Teilen, die genauso hochwertig sind wie das Originalteil von BMW, Mercedes oder VW.

 

Im Klartext: Der Kunde hat freie Wahl. Bei Leistungen, die er selbst bezahlt, sowieso – also Unfallinstandsetzungen, Inspektionen, Ölwechsel oder Nachrüstung einer Einparkhilfe. Bei Schäden, die direkt die Sachmängelhaftung oder Garantie betreffen, oder Arbeiten aufgrund von Rückrufaktionen kann der Hersteller in Einzelfällen verlangen, dass die Reparatur in einer Vertragswerkstatt durchgeführt werden muss. Im Zweifel also einfach bei der freien Werkstatt nachfragen.

 


     


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